Die Freude am gemeinsamen Gesang kehrt zurück

Schluss mit der sang- und klanglosen Zeit! Die Chorgemeinschaften Tiengen und Oberlauchringen sowie der Männerchor Detzeln starten wieder durch. Am Montagabend, 12. Juli, um 20 Uhr treten sie gemeinsam im Rahmen des Sommerkulturfestivals, veranstaltet vom Kulturamt Waldshut-Tiengen, im Langensteinstadion Tiengen auf. Stattsofa hat Chorleiter Eckhard Kopetzki zum Interview getroffen.

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Stattsofa: Sie sind seit über 20 Jahren Chorleiter von der Chorgemeinschaft Oberlauchringen. Aufgrund des Lockdowns und der Hygieneregeln konnten Sie sehr lange nicht Proben – wie fühlt es sich an, endlich wieder singen zu können – live und in Farbe?

Eckhard Kopetzki: Live und in Farbe haben wir auch während des Lockdowns uns wenigstens jede Woche per Videokonferenz gesehen. Nur zusammen singen ging nicht. Das haben wir sehr vermisst und genießen es jetzt umso mehr im Langensteinstadion singen zu dürfen. Tatsächlich haben wir seit der Aufhebung des Lockdowns erst zweimal miteinander gesungen…

Stattsofa: Am Montagabend treten Sie mit den Chorgemeinschaften Oberlauchringen und Tiengen sowie mit dem Männerchor Detzeln im Langensteinstadion Tiengen im Rahmen des Sommerkulturfestivals auf. Auf welche Musikrichtung können sich die Zuhörerinnen und Zuhörer freuen?

Eckhard Kopetzki: Es wird eine große Bandbreite geben von Renaissance bis Pop, Folklore aus dem deutschsprachigen Raum bis hin zu einem Lied indianischen Ursprungs. Klassischer und moderner Männergesang ebenso wie gemischten Chorgesang unterschiedlichster Couleur.

Stattsofa: Tolle Idee, dass das Publikum auch mitsingen darf und dass Sie zusammen Einsingen! Verraten Sie uns, auf welche Kanons und Stücke wir uns einstimmen dürfen?

Eckhard Kopetzki: Gerne. Quasi als Motto des Abends starten wir mit „Singing all together“ von Thord Gummesson. Vor der Pause stellt uns die Chorgemeinschaft Tiengen „This Calypso“ von Uli Führe vor und lädt zum Mitsingen ein. Im 2. Teil gibt es dann noch zwei deutsche Abendkanons: „Abendstille“ von Fritz Jöde und Otto Laub, sowie „Alles schweiget“ vom klassischen Komponisten Josef Haydn. Vielleicht sind aber auch manche vorgetragenen Melodien aus unseren Repertoires so eingängig, dass die eine oder der andere einfach mitsummen oder mitsingen möchte.

Stattsofa: Was zeichnet die Chorgemeinschaft Oberlauchringen mit Ihnen als Chorleiter aus?

Eckhard Kopetzki: Die Freude am Gesang miteinander und aus allen Stilrichtungen: 
Renaissance (Lasso, Friderici, Arbeau…), Barock (Bach, Händel, Vivaldi…), Klassik (Mozart, Haydn) und Romantik (Schubert, Schumann, Brahms…) ebenso wie Folklore, Jazz , Rock und Pop. Kirchenmusik ebenso wie Operette, Schlager und Musical. Volkslieder neben der „Bohemian Rhapsody“ von Queen, Vivaldis Gloria neben der karibischen Messe von J. McClure, wie an unserem 100-Jährigen Jubiläumskonzert 2019. „Singen – mit Spaß dabei“ ist das Motto unserer Chorgemeinschaft, bei der die Geselligkeit eine große Rolle spielt.

Stattsofa: Was ist Ihr Lieblingskomponist/in und werden Sie auch von ihm/ihr Stücke singen?

Eckhard Kopetzki: Bei der geschilderten Bandbreite werden Sie verstehen, dass mein Herz nicht nur einem Komponisten oder Komponistin gehört. Und der eine, der für mich über allem steht, gehört an diesem Abend nicht ins Langensteinstadion: Johann Sebastian Bach.

Layla Nieden

Autorin

Layla Nieden ist Mitarbeiterin im Kulturamt der Großen Kreisstadt Waldshut-Tiengen.