„Es hat sich wie fliegen angefühlt…“

Im Interview mit Stattsofa stellt sich die Band „sameday“ vor. Zu Ihr gehören die Wehrer Daniele Cuviello, Patrick Huber und der Laufenburger Severin Ebner. Daniele Cuviello spricht im Namen der Band über ihre Entstehungsgeschichte, die Zeit während der Pandemie, Einblicke in die Albumproduktion und mehr.

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Stattsofa: Den Anfang machen wir mit einer Frage, für die Leser die euch noch nicht kennen: Erzählt mir eure Entstehungsgeschichte. Wie hat alles begonnen?

Daniele Cuviello: Uns gibt es als Band seit 2011. Wir haben anfangs zum Spaß Songs, die wir gut fanden, auf unsere Art und Weise gecovert und auf YouTube hochgeladen. Der Grundgedanke war, eine Art Plattenlabel für lokale Künstler zu gründen - eine Plattform für Musiker, die gerne ihre Musik digital veröffentlichen wollen. Hierbei wurden die lokalen Medien erstmals auf uns aufmerksam. Dann kam schon bald die erste Anfrage: Das Oktoberfest von Strasser Getränke aus Niederhof bot uns an, an ihrem Fest zu spielen. Wir passten eigentlich gar nicht in ein solches Volksfest, haben aber dennoch aus Lust und Laune zugesagt. Das Magische an diesem ersten Gig: Als wir angefangen haben zu spielen, verwandelte sich die Fest- in eine Konzertstimmung. Die Zuschauer vergaßen beim Zuhören, dass sie eigentlich auf einem Volksfest waren. Da wussten wir, dass wir mit „sameday“ etwas Besonderes auf die Beine gestellt hatten. Einige Monate später gab uns der damalige Tourismusdirektor von Bad Säckingen, der ebenfalls an diesem Konzert anwesend war, die Möglichkeit im Kursaal zu spielen. Wir haben den Auftritt mithilfe von Freunden und Familie geplant und spielten bei unserem ersten richtigen Konzert vor ausverkauftem Haus. 

Stattsofa: Wie sehr hat euch die Corona-Zeit beeinflusst?

Daniele Cuviello: Nicht nur menschlich und persönlich, sondern auch musikalisch war die Corona-Zeit für uns eine Herausforderung. Auch wir mussten erst einmal mit der Gesamtsituation klarkommen. Wir haben uns aber von Anfang an versprochen, positive und optimistische Lieder zu schreiben. Die Corona-Zeit haben wir deshalb auch als Anlass genutzt, um mit unseren Songs folgende Message zu verbreiten: Selbst wenn man sich im Dunkeln befindet, gibt es immer irgendwo ein Licht der Hoffnung. Es geht darum, hoffnungsvoll zu bleiben, in einer solch komischen Zeit voll von Krieg, Pandemien und anderen schlimmen Nachrichten. Wir haben deshalb in diesen Jahren viel Zeit in unserem Tonstudio verbracht und neue Songs geschrieben, die wir nun endlich wieder vor Publikum spielen können. 

Auf dem Weg zur nächsten Show

Stattsofa: Die Maßnahmen wurden endlich zurückgeschraubt und euch stehen wieder alle Türen offen. Wie lange ersehnt ihr euch schon eure nun laufende „lights“ Tour?

Daniele Cuviello: Letzte Woche hatten wir unseren ersten Auftritt nach zwei Jahren. Es hat sich wie fliegen angefühlt und wir sind einfach nur überglücklich, endlich wieder vor Publikum spielen zu können. Wir brennen schon darauf, auf Tour zu gehen. Livemusik ist nun mal einfach das Lebenselixier für jeden Musiker. Wir und unser Team haben wochenlang geprobt und sind nun ready für die kommenden Gigs.

Stattsofa: Ihr habt angekündigt, dass dieses Jahr ein neues Album erscheinen wird. Wie viel Arbeit steckt wirklich hinter der Produktion?

Daniele Cuviello: Die Arbeit an einem Album beginnt bereits Jahre zuvor. Die neuen Songs sind in den letzten vier Jahren bei uns hier im Schwarzwald, aber auch in Frankreich und Spanien entstanden. Dort hatten wir immer „Songwritingwochen“, also ein Zeitraum, in dem wir Ideen gesammelt und Inspiration gesucht haben. Es ist ein kreativer Prozess, in dem es viele Veränderungen gibt. Aber der Moment, in dem man als Musiker einfach weiß, dass nun alles passt, ist magisch. Wir achten sehr penibel auf unsere Kunst: Text und Musik müssen miteinander passen, die Aufnahmen und der Mix müssen zur Stimmung und Aussage des Liedes passen. Dann müssen wir auch selektieren, welche Songs für ein Album harmonieren. Die kommenden Songs haben wir auch in Großbritannien und den USA von Personen mastern lassen, die bereits für namhafte Künstler wie Ed Sheeran gearbeitet haben. 

Stattsofa: Nun zum Abschluss: Was wünscht Ihr euch für das kommende Jahr bezüglich eurer Band?

Daniele Cuviello: An erster Stelle natürlich Gesundheit. Dann wünschen wir uns natürlich, dass die Tour gut verlaufen wird, wir mit coolen Leuten eine gute Zeit an unseren Konzerten haben werden und jetzt als nächster Wunsch, dass unsere Single „These Are The Days“ am 1. Juli gut ankommt - und genauso die gleichnamige EP, die am 22. Juli erscheint.

Interview: John Pirrello.   Fotos: Philip Wißgott.

"Es hat sich wie fliegen angefühlt..."