Bad Säckingen: Felsenkick & Fernsicht – zum Solfelsen
Schwer
Die Tour zum Solfelsen verbindet abwechslungsreiche Wege mit tollen Ausblicken im Vorderen Hotzenwald. Am Naturdenkmal angekommen warten beeindruckende Felsformationen, Ruhe und ein Panorama, das die Wanderung besonders macht.
Details der Tour
Empfohlene Jahreszeit
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Wegebeschaffenheit
Die Wanderung zum Solfelsen verbindet Naturerlebnis, Geologie und stille Rückzugsorte auf besondere Weise. Ziel der Tour ist ein beeindruckendes Naturdenkmal: der Solfelsen. Mit 5,4 Metern Höhe und rund 230 Tonnen Gewicht zählt er zu den markantesten Felsformationen der Region. Anders als viele große Steine im Schwarzwald ist er kein eiszeitlicher Findling, sondern entstand über Jahrtausende hinweg durch natürliche Verwitterung direkt vor Ort. Genau diese Entstehung macht ihn zu einem faszinierenden Zeugnis der Erdgeschichte.
Als der Felsen Ende des 19. Jahrhunderts durch einen geplanten Steinbruch bedroht war, griff der Schwarzwaldverein Sektion Säckingen ein: 1895 kaufte er den Solfelsen samt Umgebung und bewahrte ihn so vor der Zerstörung. Seit 1950 steht der Solfelsen offiziell unter Schutz und gilt als Naturdenkmal.
Bereits der Weg dorthin macht die Wanderung abwechslungsreich. Sonnige Lichtungen wechseln sich mit schattigen Waldpassagen ab und schaffen eine ruhige, entspannte Atmosphäre. Besonders das Schöpfebachtal beeindruckt mit seinem stillen, beinahe verwunschenen Charakter. Hier wirkt die Landschaft ursprünglich und abgeschieden – ein idealer Ort, um Abstand vom Alltag zu gewinnen.
Entlang der Strecke begegnet man immer wieder markanten Felsformationen, die von den Kräften der Natur erzählen und der Wanderung ihren besonderen Charakter verleihen. Am Ziel angekommen entfaltet der Solfelsen schließlich seine ganze Wirkung: mächtig, ruhig und eindrucksvoll liegt er inmitten der Landschaft und eröffnet zugleich weite Ausblicke auf die Umgebung.
Eine Pause am Solfelsen wird schnell zu einem Moment der Entschleunigung. Die besondere Atmosphäre, die Stille des Waldes und die Geschichte dieses außergewöhnlichen Naturdenkmals machen die Wanderung zu einem Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt.
Wegbeschreibung
Die Wanderung beginnt am Bahnhof von Bad Säckingen bei der Infotafel des Schwarzwaldvereins. Dem Wanderzeichen blaues Ö auf weisem Grund (Ökopfad) bis zum Bergsee folgen. Wandern Sie zunächst am östlichen Ufer des Bergsees (382 Meter). Beim Scheffelfelsen geht man rechts auf den asphaltierten Günnenbacherweg am Tiergehege vorbei, überquert eine Ableitung des Schöpfebachs und biegt unmittelbar danach rechts auf einen schmalen Pfad ein. Der gelben Raute folgend kommt man nach kurzer Wegstrecke an einem Holzsteg vorbei und gelangt ins wildromantische Schöpfebachtal. Auf steinigem, breitem Weg steigen wir bergan. Bei einem Kahlschlag führt ein schmaler zunächst steiler Weg mit Geländer links im spitzen Winkel aufwärts (Wegweiser Röthekopf). Bald erreichen Sie die Röthekopfhütte (502 m).
Der Heimatforscher Emil Gersbach fand hier bei Grabungen in den Jahren 1920 – 1924 Überreste zweier Kulturen der Altsteinzeit. Die bedeutenden Funde sind im Hochrheinmuseum in Bad Säckingen ausgestellt. Von der Hütte hat man einen herrlichen Ausblick auf den Bergsee, die Fricktaler Höhenzüge und die Rheinschleife nach Westen. Der Weg führt weiter, unmittelbar hinter der Hütte nach Norden (dieser Weg ist am Anfang schwer erkennbar da dieser immer mit Buchenlaub bedeckt ist - Wanderzeichen roter Pfeil DVV). Bereits nach wenigen Schritten säumen Ilex und Eiben den Weg. Biegen Sie nicht ab bis Sie einen breiten Forstweg erreichen, dem Sie nach rechts folgen (Rötheweg). In langgezogenen Kurven wandern wir durch den Mischwald kaum ansteigend bis zu einer Wegkreuzung bei einem Brunnen mit Bank. Vor dem Brunnen führt ein Weg (SV Markierung blaue Raute mit weissem Balken) deutlich ansteigend parallel zum Schöpfebach, der sich seinen Weg hier durch bemooste Felsbrocken bahnt.
Bei einer Weggabelung mit einer Bank gehen Sie nach links (keine Markierung) und kommen kurz darauf wieder auf einen bequemen Forstweg, dem Sie in großen Bögen eine Weile folgen. Bevor dieser Weg talwärts geht, steigen Sie rechts einen grasigen Weg hinauf. Nach wenigen Metern erreichen Sie eine große Lichtung und der Blick öffnet sich zunächst nach Südwesten ins Rheintal bis zur Burgundischen Pforte. Je höher Sie steigen umso weiter schweift der Blick nach Nordwesten von der Hohen Möhr über den Hochblauen bis zum Belchen. Wir folgen dem Weg bis zu einem geteerten Wirtschaftsweg , bei dem wir auf den Hochrhein Höhenweg kommen (Blau-weisse Raute auf gelbem Grund). Vor Ihnen der Jungholzer Sendemast, auf den Sie zulaufen. Der Markierung folgend erreichen Sie Jungholz und biegen beim Buswartehäuschen links Richtung Stutenmilchhof ein. Nach einem kleinen Parkplatz zeigt der Wegweiser nach Links zum Solfelsen (775 m), den Sie in Kürze erreichen.
Der mit einer Höhe von 5.4 Metern und einer Masse von 230 Tonnen frei liegende Stein ist kein eiszeitlicher Findling sondern entstand durch einen lange anhaltenden Verwitterungsvorgang. Als 1895 ein Steinbruch entstehen sollte, kaufte der Schwarzwaldverein Sektion Säckingen das 44 ar große Areal um das heutige Naturdenkmal vor der Zerstörung zu retten. Der Abstieg erfolgt über den Spatzenhof. Der Weg führt ein kurzes Stück deutlich abwärts durch Laubwald dem Hochrhein-Höhenweg folgend. Bei der ersten Kreuzung halten Sie sich scharf links und folgen der gelben Raute bis zum Windenplatz. Der leicht abfallende Wanderweg ist sehr abwechslungsreich, überquert mehrere kleine Bäche und führt nur kurze Zeit auf einer geteerten Strasse. Beim Windenplatz halten Sie sich rechts auf der Verbindungsstrasse die durch offenes Gelände und Streuobstwiesen nach Günnenbach führt. Von Günnenbach wandern Sie eine kurze Wegstrecke Richtung Bergsee / Wildgehege. Da der ausgeschilderte Wanderweg nun ausschließlich auf geteerter Fahrbahn mit gelegentlichem Autoverkehr erfolgt, wird empfohlen links in den bereits am Anfang erwähnten Rötheweg einzubiegen und in einer Wegbiegung rechtshaltend wieder zur Röthekopfhütte zu laufen. An der Hütte halten Sie sich leicht links und steigen den Felsenweg ab. Vorbei an einem Kreuz und durch Eichenwald gelangen wir wieder ins Schöpfebachtal. Am unteren Ende überqueren Sie den Holzsteg und laufen den gleichen Weg zum Bergsee zurück, den Sie bereits beim Aufstieg benutzt haben. Wer zum Bahnhof zurück muss, läuft vom Parkplatz geradeaus weiter über die alte Bergseestraße, durch die Lindenallee vorbei am Kurzentrum und trifft dort wieder auf den Ökopfad.
Ausrüstung
- Feste Wanderschuhe dringend empfohlen
- Dem Wetter angepasste Kleidung
- Verpflegung für unterwegs, im Sommer ausreichend Wasser
Kartenempfehlungen des Autors
Den Flyer "Pfadfinder" zu dieser und weiteren tollen Rundtouren bekommst Du in der Tourist-Information Bad Säckingen oder online.
Weitere Informationen
Tourenvorschlag von:
Schwarzwaldverein Ortsgruppe Bad Säckingen