Alte Ölmühle
Die Tiengener Ölmühle stammt aus dem Mittelalter und besteht aus einem oberschlächtigen Wasserrad, einer Quetsche für Ölfrüchte, einer Stampfe vorwiegend für Nüsse, einer Rührpfanne für das Pressgut und einer mächtigen Ölpresse.
Schon 1936 wurde geschrieben, dass sie eine der wenigen erhaltenen Ölmühlen im Reich sei und sich regen Besuchs erfreue. Um die Zeit der Währungsreform 1948 wurde ihr Betrieb eingestellt. Nachdem der Holzwurm in der etwa 50-jährigen Zeit des Stillstandes kräftig an ihr nagte, wurde sie seit 1995 funktionsrenoviert. Heute läuft die Mühle wieder und kann von interessierten Gruppen nach Voranmeldung besichtigt werden.
Von außen kann die Ölmühle zu jeder Zeit besichtigt werden.
Die Geschichte der alte Ölmühle in Tiengen
Eine Lebensader des früheren handwerklichen Lebens im alten Städtle
Tiengen war der Tal- oder Stadtbach. Er trieb die Schlossmühle an (seit
über 100 Jahren ist sie im Besitz der Familie Hilpert). Die Ölmühle wird
erstmals 1718 erwähnt. Ab hier hieß der Bach im Volksmund Mühle- oder
Ölebach. Den benötigten aber auch andere Handwerkszweige für ihre
Arbeit: z.B. die zahlreichen Küfer und Gerber.Ursprünglich war die
Ölmühle außerhalb der alten Stadtmauer; sie arbeitete mit leicht
brennbarem Material und war daher für die alten Holzhäuser des
Mittelalters viel zu gefährlich.
Über die Zeit der Erbauung der
Ölmühle ist nichts überliefert. Das Jahr 1718 ist der erste
Anhaltspunkt. Mit Sicherheit ist sie jedoch viel älter. Zu jener Zeit
stand die Ölmühle in der Fahrgasse weitgehend allein. Später kamen eine
Gerberei, Hafnerei und eine Lohstampfe hinzu.
Kontakt
Adresse
Fahrgasse 3
79761 Waldshut-Tiengen
Ansprechpartner
Frau Cristiane Benda