Seltenbachbrücke
Die Seltenbachbrücke führt, wie der Name schon sagt, über den Seltenbach. Man gelangt darüber durch das Obere Tor direkt in die Fußgängerzone (Kaiserstraße) hinein.
Auf der Seltenbachbrücke befinden sich vier barocke Heiligenfiguren des 18. Jahrhunderts, gestiftet von Familie von Greiffenegg. Die Statuen der Pestheiligen Sebastian (mit Pfeil) und Rochus (als Wallfahrer mit Muschel, Kalebasse und Pestbeule am linken Fuß), wohl von Bildhauer Wirth 1706, sowie der Maria (Nachbildung aus dem 20. Jahrhundert von Steinmetz Friedrich Ebi nach der „Maria Immaculata“ von Bildhauer Joseph Dietsche aus 1734) standen bis um 1870 an den drei Brunnen in der Kaiserstraße, danach zwischenzeitlich auf der Südmauer des Krankenhauses. Der hl. Johannes Nepomuk ist dagegen traditionell Brückenheiliger, seine Statue stand früher auf der Umfassungsmauer des „Schultheiß‘schen Hauses“. 1931 wurden die Figuren auf der Seltenbachbrücke platziert.
Am Ende der Seltenbachbrücke befindet sich der „Conrad-Gröber-Platz“, auf dem seit 1992 der „Grenzgänger“ steht. Dabei handelt es sich um eine Bronzefigur des Karlsruher Künstlers Jürgen Goertz und stellt das „Waldshuter Männle“ in einer modernen, verzerrten Weise dar. Er verkörpert eindrucksvoll den Konflikt zwischen Beharren und Fortschritt, zwischen Tradition und gebremster Bewegung. Probleme schluckt er hinunter – darum der aufgeblähte Bauch – und bewegt sich scheinbar im Kreis.
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Seltenbachbrücke
Kaiserstraße
79761 Waldshut-Tiengen