Todtmoos – Skitour: Von Strick auf den Hochkopf
Mittel
Winterfreuden auf ungespurten Hängen rund um das oberste Wehratal.
Details der Tour
Empfohlene Jahreszeit
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Am Hochkopf schwingt sich das Todtmooser Gemeindegebiet bis auf 1.263 Meter auf. Oberhalb der Ortsteile Strick und Weg und zu Füßen des turmüberhöhten Hochkopfgipfels laden die weitläufigen Weidberge in der kalten Jahreszeit zu einem besonders schönen Wintererlebnis ein. Bei ausreichender und geeigneter Schneelage bietet sich hier eine leichte bis mäßig schwierige Skitour an, die vor allem durch ihre sanften Hänge und die reizvolle Landschaft besticht.
Die Tour hat einen eher wandernden als alpinen Charakter. Große Steigungen oder anspruchsvolle Abfahrten sind nicht zu erwarten, sodass sich das Gelände auch für weniger erfahrene Skitourengeher eignet. Als ideales Sportgerät bieten sich sogenannte Backcountryski an – eine Kombination aus Tourenski und Langlaufski, die sowohl für das Aufsteigen als auch für kurze Abfahrten auf dem überwiegend flachen Gelände gut geeignet sind.
Auf den offenen Weidbergen eröffnen sich immer wieder schöne Blicke über die verschneiten Schwarzwaldhöhen. Besonders reizvoll ist die ruhige Atmosphäre abseits des Wintersporttrubels. Je nach Schneeverhältnissen und persönlichem Anspruch lässt sich die Tour als einfache Hin- und Rückstrecke gestalten: Über die Weidberge geht es bis zum gewünschten Wendepunkt und anschließend auf derselben Route zurück nach Strick.
Wer die Tour abwechslungsreicher gestalten möchte, kann den Rückweg zu einer größeren Schleife erweitern. Dabei sind die für den Schwarzwald typischen wechselnden Geländeformen zu beachten. Auf Teilstücken müssen die Felle abgenommen und später für den nächsten Anstieg wieder aufgezogen werden. So entsteht eine abwechslungsreiche Wintertour, bei der nicht sportlicher Ehrgeiz, sondern das Naturerlebnis im Mittelpunkt steht.
Wegbeschreibung
Am Parkplatz im Todtmooser Ortsteil Strick überqueren wir die L151 und gehen am Schwarzwaldgasthof Rößle vorbei zur Josefskapelle, wo wir die Ski anlegen. Hier beginnt unser Aufstieg auf Fellen in nördlicher Richtung, der uns zwischen Waldrand und einem kleinen Sträßlein (Kapellenweg) sanft bergan führt. In Sichtweite der L146 queren wir den Bachlauf nach links und steigen auf oder - falls geräumt - neben der kleinen Straße in einer ausladenden S-Kurve nach links auf die Weidberge. Nun orientieren wir uns am bereits sichtbaren Sender, der unweit des Hochkopfgipfels steht und steuern die markante Weidbuche an, wo sich ein herrlicher Blick über den Talkessel des obersten Wehratals bietet. Kurz darauf tauchen wir in den Wald ein und wandern auf verschneiten Pfaden den Rautenmarkierungen (Sommerwanderweg) folgend weiter bergwärts. Wir kreuzen die Loipe, passieren das Hochkopfbrünnele und gelangen abschließend auf der nicht geräumten Forststraße zum Gipfel des Hochkopfs. Vom hölzernen Aussichtsturm bietet sich ein umfassendes Panorama, welches im Winter oft zur Schweizer Alpenkette reicht.
Die erste Abfahrt folgt dem Forstweg und später der Loipe bzw. dem gewalzten Winterwanderweg bis hinab zum Weißenbachsattel, wo das Waldhotel Auerhahn zur Einkehr lädt. Einige weitere Abfahrtsschwünge führen uns im ehemaligen Skigebiet talwärts bis vor die Hochkopf-Hütte, ehe rechter Hand der sofortige Wiederanstieg beginnt. Die Wiese verjüngt sich nach oben hin zu einer Schneise und erreicht den Katzenmoosweg, einen Forstweg. Auf diesem nach links, bis sich linker Hand eine weitere Schneise öffnet. In dieser steuern wir grob in östlicher Richtung talwärts und können weiter unten im Bereich des alten Skihangs grundsätzlich bis ganz zu den Häusern von Weg abfahren (dann Gegenanstieg zurück). Um einen solchen zu vermeiden können wir folgende Route nutzen: Wo die Schneise einen gewalzten Weg überquert (dies ist die Rodelabfahrt vom Hochkopfhaus), halten wir uns rechts (Süden) und kommen ohne Gegenanstieg auf gewalzter Piste bis kurz vor den Ortsteil Lehen. Nun wiederum linkshaltend hinab, die L146 überqueren und weiter zum Parkplatz im Sonnenweg. Für den nun unvermeidbaren Gegenanstieg lohnt ein Auffellen nicht. Stattdessen tragen wir die Ski wenige Minuten bergan, ehe die Hänge am ehemaligen Kirchberglift zum Ausgangspunkt zurückführen.
Ausrüstung
Skiausrüstung, Helm, dem Wetter angepasste Kleidung, Proviant